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Wasserbehälter am Rothof

Der geplante Wasserbehälter am Rothof

würde einen der schönsten Orte in der Kulturlandschaft um Bamberg zerstören. Diese Einschätzung teilte einhellig der Vorstand von Bewahrt die Bergstadt. Auf der Hochfläche nahe des Lindenbaumes und der Kirschallee wirke jegliches technische Bauwerk als Fremdkörper, der die Würde des Ortes beschädige, so Michael Rieger, 2. Vorsitzender. Traditionell versammeln sich dort Menschen zum Johannisfeuer und genießen die unvergleichliche Abendstimmung mit dem Blick auf die fränkische Landschaft.

Auch wenn aus der Sicht der Stadtwerke ein neuer Wasserbehälter notwendig sei, sollte dieser mit der gebührenden Sensibilität geplant werden. Nach einer Ortsbesichtigung schlägt der Verein vor, den Behälter weiter westlich in der Nähe des Sendemastes zu bauen. Er rücke damit aus der unmittelbaren Blickzone. Die wenigen Meter an Höhenverlust könnten dadurch ausgeglichen werden, dass der Behälter dann etwas höher über Bodenniveau gebaut wird.

Das Revisionsgebäude des Wasserspeichers sollte dann allerdings zurückhaltend gestaltet werden. Mehrkosten für die in der Folge tiefere Verrohrung könnten dadurch ausgeglichen werden, dass die bestehenden Wasserspeicher nicht zurückgebaut, sondern als Fledermauswinterquartiere erhalten werden. Man erspart sich so auch in deren Umgriff die Verdichtung des Bodens durch die Baumaschinen. Im Gegensatz zu dem ursprünglich geplanten Projekt sind diese unauffällig in die Landschaft eingepasst.

 

Außerdem sehe der Verein jede weitere Bebauung in den höher gelegenen Lagen der Bergstadt auch aus verkehrstechnischen und ökologischen Gründen sehr kritisch, ergänzte der Erste Vorsitzende Christian Irmisch.

Diese hochgelegenen Wohnanlagen würden den höheren Wasserdruck benötigen, der nun von der Allgemeinheit finanziert werden solle, anstatt die tatsächlich betroffenen Gebäude mit lokal betriebenen Druckerhöhungspumpen zu versorgen.

Eine frühzeitige Offenlegung von Planungen mit Eingriffen in städtisches und natürliches Umfeld sieht der Verein auch in diesem Fall als erstrebenswert und nützlich an.